
Licht ist längst über die einfache Funktion des “Sehens” hinausgewachsen; es ist eine unsichtbare Kraft, die direkt auf unseren Körper und unseren Geist wirkt. Lawrence Lin, Gründer und CEO von Beleuchtungsrezept Studio, präsentierte während einer erfolgreichen, eingehenden Spezialschulung bei Sunricher in Shenzhen die neuesten Forschungsergebnisse zum Thema Licht und Gesundheit und zeigte auf, wie man “Licht” als wirksames Heilmittel einsetzen kann, um ein völlig neues Kapitel eines gesunden Lebens zu beginnen.

Vom “Sehen” zum “Fühlen”: Die Neudefinition des Wertes von Licht
Die Schulung begann damit, konventionelles Denken in Frage zu stellen. Wir untersuchten die beiden visuellen und nicht-visuellen Pfade der menschlichen Wahrnehmung. Herkömmliche Beleuchtung konzentriert sich ausschließlich auf das “Visuelle” - sie ermöglicht es uns, klar zu sehen. Gesunde Beleuchtung hingegen zielt auf nicht-visuelle Effekte ab und reguliert direkt unsere physiologischen und psychologischen Zustände durch ipRGCs (intrinsisch photosensitive retinale Ganglienzellen).
DLMO: Schlüssel zur Gestaltung des zirkadianen Rhythmus
1. Kernparameter
- DLMO (Dim Light Melatonin Onset): Das zentrale Konzept in der nächtlichen Chronobiologie, das verwendet wird, um die Phase der endogenen biologischen Uhr des Körpers zu markieren. DLMO ist nicht nur ein Indikator für die Grundlagenforschung, sondern auch der Grundstein für die klinische Messung der nächtlichen Melatoninsekretion. Seine genaue Bestimmung erfordert die Integration des physiologischen Mechanismus, der Messstandards und der individuellen Anwendungsszenarien, um den “translationalen Wert der biologischen Medizin" zu realisieren.
- CS (zirkadianer Stimulus): Quantifiziert die Stärke des Reizes (0-1) auf das zirkadiane Rhythmussystem, basierend auf der Empfindlichkeit der “ipRGCs” für blaues Licht.
- Dauer: Integriert die Lichtintensität und die kumulative Wirkung der relativen Phasenverschiebung.
- Alterskorrektur: Berücksichtigt die Lichtdurchlässigkeit des Linsenstatus (17% bei älteren Menschen im Vergleich zu jungen Erwachsenen) und die Entwicklung der Netzhaut (hohe Empfindlichkeit bei Säuglingen).
2. Zeitliche Segmentierung (vorgeschlagenes Modell)
- Vormittag (6:00-9:00): Hohe CS-Werte fördern die Phasenverschiebung des zirkadianen Rhythmus und die Wachsamkeit.
- Nachmittag (12:00-16:00): Behält einen moderaten CS-Wert für die Anerkennung bei.
- Abend (18:00-21:00): Niedrige CS-Werte verringern die Melatoninunterdrückung.
- Schlafenszeit (nach 21:00 Uhr): Nahezu keine Lichtexposition (CS < 0,05).
DLMO-Modell und Gestaltungsstandards
Auf der Grundlage des DLMO-Modells (Dim Light Melatonin Onset), das in Zusammenarbeit mit Professor Lin Yandan entwickelt wurde, schlugen wir quantifizierbare Standards für die Gestaltung der zirkadianen Beleuchtung vor: Tagsüber sollte der M-EDI-Wert über 250 (oder EML 275) liegen, während er nachts unter 50 M-EDI und nach dem Einsetzen des Schlafs idealerweise unter 10 M-EDI bleiben sollte, um eine wirklich dunkle Umgebung“ für den Körper zu schaffen.
Spektrale Codes für Stimmungen
Mit Hilfe der fMRT-Technologie haben wir beobachtet, wie verschiedene Lichtspektren die emotionalen Zentren des Gehirns aktivieren, was es uns ermöglicht, präzise “Lichtrezepte” zu erstellen, die auf verschiedene Szenarien wie konzentriertes Arbeiten oder Entspannung zugeschnitten sind.
Vor-Ort-Diagnose und Interaktion
Die Teilnehmer nahmen an praktischen Beurteilungen teil, die sich direkt mit der “suboptimalen Lichtgesundheit” befassten.

Theorie muss durch Praxis validiert werden
Wir haben vor Ort Demonstrationen und Messungen mit professionellen Geräten wie In. Licht Ultra und In. Licht Well.
Die häufig vorgebrachte Klage - “tagsüber nicht hell genug, nachts nicht dunkel genug” - bestätigte sich: Die Messungen ergaben, dass die vertikale Beleuchtungsstärke am Tagungsort weit unter der von der CIE empfohlenen Norm von M-EDI > 250 für den Tag lag.

Quantifizierbare gesunde Räume mit den fünf Sinnen
Wir haben den WELL-Gebäudestandard angewandt und die koordinierte Gestaltung der fünf Sinne deutlich gemacht: Schall, Licht, Wärme, Luft und Wasser.

Schließlich haben wir die grundlegenden Unterschiede zwischen traditioneller Beleuchtung und gesunder Beleuchtung systematisch zusammengefasst und ein neues Entwurfslogik Prioritätsreihenfolge:
A. Auf der Grundlage nationaler oder internationaler Normen für Sicherheit, Arbeitsleistung und Energieeffizienz (Sicherheit und visuelle Aufgaben)
B. Vordefinierte Szenarien mit circadianer Lichtplanung (Circadian Support: CS, EML, M-EDI, DLMO)
C. Prioritätsszenarien auf der Grundlage des Aktivitätsbedarfs (Aktivitätsanpassung: Lernen, Arbeit, Ruhe)
D. Optimierungsszenarien für emotionale Beleuchtung (Emotionale Optimierung: Farbe, Dynamik, Personalisierung)

Abschließend bekräftigte Lawrence, dass Licht - von der Unterstützung der visuellen Entwicklung von Säuglingen bis hin zur Gewährleistung eines erholsamen Schlafs für ältere Menschen - ein lebenslanges Mittel für die Gesundheit sein sollte.
Mit dem Gedankenaustausch und dem erzielten Konsens wurde die spezielle Schulungssitzung erfolgreich abgeschlossen. Wir danken unseren Partnern bei Sunricher in Shenzhen aufrichtig für ihre Professionalität und ihren Enthusiasmus! Wir sind fest davon überzeugt, dass jedes neue Verständnis von Licht ein Schritt in Richtung einer gesünderen und menschenfreundlicheren Zukunft ist.
Bei Lighting Recipe geht es nicht nur um Beleuchtung - es ist ein Rezept für die Gesundheit.