Was ist die Beleuchtungsstärke (Illuminance)?
Die Beleuchtungsstärke (Illuminance) bezeichnet den gesamten Lichtstrom, der pro Flächeneinheit auf eine Oberfläche trifft. Sie misst, wie viel Licht auf eine Fläche fällt, gewichtet nach der Empfindlichkeit des menschlichen Auges gegenüber unterschiedlichen Wellenlängen (der photopischen Hellempfindlichkeitsfunktion). Einfach ausgedrückt: Beleuchtungsstärke ist die Lichtmenge, die auf eine bestimmte Oberfläche fällt.
Die SI-Einheit der Beleuchtungsstärke ist Lux (lm/m²). In Regionen, die das US-amerikanische Maßsystem verwenden, wird auch die Einheit Foot-Candle genutzt. Sie entspricht einem Lumen pro Quadratfuß und beträgt etwa 10,764 Lux.
Was ist die korrelierte Farbtemperatur (CCT – Correlated Color Temperature)?
Die korrelierte Farbtemperatur (CCT) beschreibt den Farbeindruck einer Lichtquelle. Sie basiert auf der Temperatur (in Kelvin) eines idealen schwarzen Strahlers, der eine ähnliche Farbwirkung erzeugt.
Einfach gesagt gibt die CCT an, ob eine Lichtquelle warm (gelb-/rötliche Töne) oder kühl (bläuliche Töne) erscheint – abhängig von ihrer Farbtemperatur.
Die SI-Einheit der Temperatur ist das Kelvin (K).
🔹 Warm und behaglich (2200K–2700K): Schafft eine entspannte, einladende Atmosphäre. Geeignet für Wohnräume, Schlafzimmer und Essbereiche.
🔹 Neutralweiß (3000K–3500K): Ein ausgewogenes Licht für die allgemeine Beleuchtung in Büros, Küchen und Verkaufsräumen.
🔹 Kaltweiß (4000K–4500K): Scharfes, fokussiertes Licht, geeignet für Arbeitsaufgaben, Arbeitsplätze und Garagen.
🔹 Tageslicht / Außenbeleuchtung (5000K–6500K): Imitiert natürliches Tageslicht; ideal für Außenbeleuchtung, Parkflächen und Sportanlagen.
Was ist der CRI (Farbwiedergabeindex)?
Der Farbwiedergabeindex (CRI) quantifiziert, wie genau eine Lichtquelle die natürlichen Farben von Objekten im Vergleich zu einer Referenzlichtquelle, wie z. B. Tageslicht, wiedergibt.
Der CRI wird durch das Spektrum der Lichtquelle bestimmt.
Der Index wird auf einer Skala von 0 bis 100 gemessen, wobei ein Wert von 100 bedeutet, dass die Farben von Objekten unter der Lichtquelle genauso erscheinen wie unter natürlichem Tageslicht.
In der Praxis gelten Lichtquellen mit einem CRI von 80 bis 90 als gut, während ein CRI von 90 oder höher als ausgezeichnet eingestuft wird.
Allgemeine Faustregel: Je höher der CRI, desto besser ist die Farbwiedergabefähigkeit..
Der am häufigsten verwendete CRI-Wert ist CIE Ra.
Der Farbwiedergabeindex Ra (allgemeiner Referenzwert) wird aus dem Mittelwert der ersten acht Testfarben (R1–R8) berechnet.
Gemäß der Beleuchtungsnorm EN 12464-1 ist für die meisten Tätigkeiten ein Mindestwert von Ra ≥ 80 erforderlich.
Weitere Testfarben (R9–R15) gehen nicht in die Ra-Berechnung ein, darunter: R9: gesättigtes Rot, R13: Hautfarbe (hell), R15: Hautfarbe (mittel)
Das bedeutet, dass eine Lichtquelle trotz eines hohen CRI-Werts eine schlechte Wiedergabe roter Farbtöne aufweisen kann.
Daher betrachten Lichtplaner und Beleuchtungsfachleute neben dem CRI häufig auch den R9-Wert.
Der Mittelwert aller 15 Testfarben wird als Re (erweiterter Referenzwert) angegeben und ermöglicht eine präzisere Bewertung der Lichtqualität.