Die Luftqualitätsindex (AQI) ist ein standardisiertes Maß, das angibt, wie sauber oder verschmutzt die Luft ist und welche gesundheitlichen Auswirkungen damit verbunden sind.
Und so funktioniert es:
🔹Niedrigerer AQI = bessere Luftqualität
🔹Höherer AQI = Mehr Verschmutzung und größere Gesundheitsrisiken
Was das für die Gesundheit bedeutet:
🔹0-50: Gut
🔹51-100: Mäßig
🔹101-150: Ungesund für empfindliche Gruppen
🔹151-200: Ungesunde
🔹201-300: Sehr ungesund
🔹301-500: Gefährlich
Was ist Feinstaub?
Der AQI umfasst in der Regel Messungen von Feinstaub (auch genannt Partikelverschmutzung)- eine Mischung aus festen Partikeln und Flüssigkeitströpfchen in der Luft. Einige Partikel, wie Staub, Schmutz, Ruß oder Rauch, sind groß oder dunkel genug, um mit bloßem Auge erkannt zu werden. Andere sind so klein, dass man sie nur mit einem Elektronenmikroskop erkennen kann.
Die Verschmutzung durch Partikel umfasst:
🔹PM10: Einatembare Partikel mit Durchmessern im Allgemeinen 10 Mikrometer und kleiner
🔹PM2.5: Feine einatembare Partikel mit Durchmessern von im Allgemeinen 2,5 Mikrometer und kleiner
Wie klein sind 2,5 Mikrometer?
Denken Sie an eine einzelne menschliche Haarsträhne. Ein durchschnittliches menschliches Haar hat einen Durchmesser von etwa 70 Mikrometern und ist damit etwa 30 Mal größer als das größte PM2,5-Partikel.
Welche Arten von schädlichen Auswirkungen kann Feinstaub verursachen?
Die Exposition gegenüber PM2,5 und PM10 wird mit einer Reihe von gesundheitsschädlichen Auswirkungen in Verbindung gebracht.
Für PM2.5:
Kurzzeitige Exposition (bis zu 24 Stunden) wurde mit folgenden Auswirkungen in Verbindung gebracht:
🔹Vorzeitige Sterblichkeit
🔹Zunehmende Krankenhauseinweisungen (Herz- und Lungenprobleme)
🔹Akute und chronische Bronchitis
🔹Asthmaanfälle
🔹Besuche in der Notaufnahme
🔹Respiratorische Symptome
🔹Eingeschränkte Aktivitätstage
Diese gesundheitlichen Auswirkungen werden häufiger bei Säuglingen, Kindern und älteren Erwachsenen mit vorbestehenden Herz- oder Lungenerkrankungen festgestellt.
Für PM10:
Kurzfristige Exposition wurde in erster Linie mit der Verschlimmerung von Atemwegserkrankungen wie z. B:
🔹Asthma
🔹Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
Dies kann zu vermehrten Krankenhausaufenthalten und Besuchen in der Notaufnahme führen.
Wie kann ich meine Belastung durch Feinstaub reduzieren?
Sie können sich schützen, indem Sie:
🔹Überwachung der Luftqualitätswarnungen
🔹Beschränkung von Aktivitäten im Freien bei hohen PM-Werten
🔹Verwendung von Luftreinigern oder Filtersystemen für Innenräume
Partikelverschmutzung im WELL v2 Gebäudestandard (Luftkonzept)
Das vom International WELL Building Institute (IWBI) entwickelte WELL Air Concept in v2 Building Standard betont die Bedeutung der Luftqualität in Innenräumen für die Förderung der menschlichen Gesundheit und des Wohlbefindens. Eine Schlüsselkomponente dieses Standards ist die Kontrolle und Überwachung von Feinstaub (PM) - insbesondere PM2,5 und PM10.
Nach Angaben von WELL Air Konzept A05 (Verbesserte Luftqualität):
1 Punkt:
🔹PM2.5: 12 µg/m³ oder weniger
🔹PM10: 30 µg/m³ oder weniger
2 Punkte:
🔹PM2.5: 10 µg/m³ oder weniger
🔹PM10: 20 µg/m³ oder weniger
Was ist Kohlendioxid (CO₂)?
CO₂ ist ein farbloses, geruchloses und nicht brennbares Gas, das natürlich in der Atmosphäre vorkommt. CO₂ wird durch den Stoffwechsel des Körpers produziert und ist ein normaler Bestandteil der ausgeatmeten Luft.
CO₂ wird in Innenräumen oft als schneller Indikator dafür gemessen, ob eine zusätzliche Belüftung erforderlich ist. Da CO₂ ein bekannter Innenraumschadstoff ist, können sich überhöhte Werte negativ auf die Leistung, Produktivität und allgemeine Gesundheit der Mitarbeiter auswirken.
Wir neigen dazu, CO₂ in ppm (parts per million) zu messen, da dies der einfachste Weg ist, eine Substanz zu quantifizieren, die farblos, geruchlos und für das menschliche Auge unsichtbar ist.
Die regelmäßige Überwachung der CO₂-Werte trägt dazu bei:
🔹Auf ausreichende Belüftung achten
🔹Reduzierung des Risikos der Übertragung von Krankheiten durch die Luft
🔹Steigerung der Produktivität und des Wohlbefindens
🔹Einhaltung der Vorschriften zur Sicherheit am Arbeitsplatz
Wie fühlt sich die Belastung durch hohe CO₂-Werte an?
Hier sind einige häufige Symptome für den Aufenthalt in einer Umgebung mit erhöhtem CO₂-Gehalt:
🔹Abgestandene Luft
🔹Schwierige Atmung
🔹Schläfrigkeit und Müdigkeit
🔹Kopfschmerzen
🔹Schwache Konzentration und kognitive Funktion
🔹Erhöhte Herzfrequenz
🔹Nausea und Schwindelgefühl
Die WELL-Gebäudestandard v2 befasst sich mit Kohlendioxid (CO₂) als kritischem Indikator für die Qualität der Innenraumluft (IAQ) und die Wirksamkeit der Lüftung.
According to WELL Building Standard A06 (Verbesserte Belüftung), gelten die folgenden Anforderungen für natürlich belüftete Gebäude:
Einführung eines natürlichen Belüftungssystems, das die CO₂-Werte in der Atemzone aller regelmäßig besetzten Räume unter den festgelegten Schwellenwerten bei der vorgesehenen Höchstbelegung hält:
1 Punkt:
🔹Schwellenwert: 900 ppm ODER 500 ppm über den Außenwerten
2 Punkte:
🔹Schwellenwert: 750 ppm OR 350 ppm über den Außenwerten
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Aufrechterhaltung der CO₂-Werte in Innenräumen innerhalb des zulässigen Bereichs dazu beiträgt, eine gute Raumluftqualität sowie das Wohlbefinden und den Komfort der Bewohner zu gewährleisten.
Was sind flüchtige organische Verbindungen (VOCs)?
VOCs sind eine Gruppe von Verbindungen mit hohem Dampfdruck und geringer Wasserlöslichkeit. Mit anderen Worten, diese Stoffe verdampfen leicht in die Luft und lösen sich nicht ohne weiteres in Wasser auf. Beispiele für VOCs sind Benzol, Ethylenglykol, Formaldehyd, Methylenchlorid. Tetrachlorethylen und Toluol.
Häufige VOC-Quellen sind Haushalts- und Handelsprodukte, wie z. B.:
🔹Farben, Abbeizmittel und andere Lösungsmittel
🔹Holzschutzmittel
🔹Aerosolsprays
🔹Reinigungs- und Desinfektionsmittel
🔹Mottenschutzmittel und Lufterfrischer
🔹Gespeicherte Kraftstoffe und Kfz-Produkte
🔹Trocken gereinigte Kleidung
🔹Pestizide
🔹Baumaterialien und Einrichtungsgegenstände
🔹Büroausstattung
🔹Nagellack und Nagellackentferner
Was ist die Summe der flüchtigen organischen Verbindungen (TVOC)?
TVOC bezieht sich auf die Gesamtkonzentration aller in der Luft vorhandenen VOCs. Der TVOC-Wert ist die Summe aller VOC-Werte, die sich auf die Innenraumluftqualität auswirken. TVOC wird normalerweise in Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) gemessen.
Mögliche gesundheitliche Auswirkungen von TVOCs:
🔹Reizung von Augen, Nase und Rachen
🔹Müdigkeit
🔹Allergische Hautreaktionen (z. B. durch Toluol)
🔹Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Koordinationsverlust
🔹Schädigung der Leber, der Nieren und des zentralen Nervensystems (bei langfristiger, hochdosierter Exposition)
Einige flüchtige organische Verbindungen wie Formaldehyd sind bekanntermaßen krebserregend; andere stehen im Verdacht, beim Menschen Krebs zu verursachen.
🔹Bindehautreizung (Auge)
🔹Schwierige Atmung (Dyspnoe)
🔹Erniedrigte Cholinesterase-Werte im Serum
WELL Building Standard (Luftkonzept A01: Luftqualität)
Um die WELL-Kriterien für die kontinuierliche Überwachung der Luftqualität in bewohnbaren Räumen zu erfüllen, muss der folgende Schwellenwert erreicht werden, der im Rahmen des WELL v2™-Konzepts festgelegt wurde, das den Schwerpunkt auf eine leistungsorientierte Gestaltung zur Förderung der menschlichen Gesundheit und des Wohlbefindens legt: TVOC: ≤ 500 µg/m³
Was ist Formaldehyd (HCHO / CH₂O / H₂CO)?
HCHO ist einer der die gefährlichsten Komponenten zu den gesamten flüchtigen organischen Verbindungen (TVOC). Dieses farblose Gas ist häufig in Baumaterialien und Haushaltsprodukten enthalten. Glücklicherweise hat Formaldehyd einen deutlichen Geruch - man erkennt es an seinem starken, stechenden Geruch.
Eine längere Exposition gegenüber HCHO kann die Schleimhäute schädigen, die Atemwege reizen und ist als potenzielles Karzinogen für den Menschen eingestuft.
Aufgrund seiner schwerwiegenden Auswirkungen auf die Gesundheit und seines häufigen Vorkommens in Innenräumen wird Formaldehyd bei der Überwachung der Luftqualität häufig getrennt von anderen VOCs erfasst.
According to the WELL-Gebäudestandard v2, unter dem Luftkonzept (A05: Verbesserte Luftqualität) Für alle Räume muss der folgende Schwellenwert in belegbaren Bereichen eingehalten werden: Formaldehyd: 9 µg/m³ oder weniger